Die Streuobstwiese am Heisebach in Kassel

Zwischen den Stadtteilen Nordshausen und Oberzwehren liegt ein Grünzug, der vielen Kasseler Bürger als Naherholungsgebiet nicht bekannt ist. Das Gebiet östlich des Gleises der Kassel-Naumburger Eisenbahn wird nur durch einen asphaltierten Weg erschlossen. Äcker, Wiesen und Weiden prägen das Gelände und in diesem liegt eine etwa 18.000 qm große Obstwiese, die jetzt vom BUND Kassel betreut wird. Für anstehende Pflanzungen suchen wir jetzt Spender/innen und Mitarbeitende. Die folgend dargestellte Entwicklung dieser Streuobstwiese und ihrer Pflege zeigt, worum es geht.

Der Anfang

Der Obstbaumbestand am Heisebach ist größtenteils erst ca. 13 Jahre alt. Als der BUND Bundesverband sein Projekt Zukunftswald 2000 vorstellte, wurden im Jahr 2000 auch die meisten Obstbäume auf dieser Wiese gepflanzt. Im Rahmen dieses Projekts spendeten viele BUND-Mitglieder Obstbäume, die in einer öffentlichen Pflanzaktion in die Erde gesetzt wurden. Die tatkräftigen Helfer damals waren Jugendliche der Sozialeinrichtung GaLaMa, die jungen Menschen, die noch keine Lehrstelle gefunden hatten, eine sinnvolle Beschäftigung im Garten- und Landschaftsbau bot.

 Entwicklungen

Da die Wiese dennoch etwas schutzlos und verloren wirkte, beschlossen wir vom BUND KV Kassel, auf der östlichen Seite, direkt neben dem asphaltierten Weg nach Oberzwehren bzw. Nordshausen, eine Hecke anzulegen. An zwei Wochenenden pflanzten BUND-Mitglieder auf etwa 250 Metern Länge eine zweireihige Hecke aus einheimischen Gehölzen wie Schlehe, Silberweide, Weißdorn, Waldhasel, Hartriegel und anderen Sträuchern. Die Hecke ist schön gewachsen und bietet Vögeln und Kleingetier Schutz und Nahrungsraum. Vor zwei Jahren lieferte das Umwelt- und Gartenamt zwei LKW-Ladungen Gehölzschnitt aus der Fuldaaue an. Dieses Material verbauten wir in die vorhandene Hecke. Außerdem schichteten wir das Reisig an der Nordseite, als sog. Benjeshecke, vor einen neu gepflanzten Heckenstreifen aus Liguster, Salweide, Eberesche, Schneeball,

Hainbuche und weiteren Büschen. Die Obstwiese hat heute über 120 Obstbäume, von Apfel- über Birnbäumen bis hin zu Walnuss-, Kirsch- und Pflaumenbäumen. Außerdem gibt esprächtig wachsende Ebereschen, die im Herbst wunderbarleuchtende Beeren tragen. Als besondere Rarität steht schon seit längerem eine Gruppe von Speierlingen am Südrand der Wiese, deren apfelähnliche, kleine Früchte bei der Vermostung zu Apfelwein verwendet werden. Zwei Mal im Jahr wird die Wiese von einem Nebenerwerbslandwirt aus Nordshausen gemäht. Auf dem Gelände lassen sich viele Vogelarten beobachten. Turmfalke und Bussard jagen hier nach Mäusen, Kleinvögel suchen in der Hecke und auf den Obstbäumen nach Nahrung und im Herbst kommen verschiedene Drosselarten, um die Beeren der Eberesche und des Weißdorns, aber auch von den noch an den Bäumen hängenden Früchten zu naschen. Auf der Wiese gibt es ein reges Falter- und Wildbienenleben und in der Reisighecke haben sich Zauneidechsen angesiedelt. Auch der Feldhase besucht die Wiese und, wie wir am Verbiss einiger Sträucher sehen konnten, finden auch Rehe hierher.

Ihren optimalen ökologischen Wert wird die Wiese aber erst erreichen, wenn die vielen Obstbäume zu alten Hochstämmen herangewachsen sind. Im Zusammenspiel mit den Hecken wird sie dann einen vielfältigen Lebensraum für noch mehr Pflanzen und Tiere bilden. Vielleicht gelingt es uns irgendwann, ein Gutachten zu erstellen, um die vorhandene biologische Vielfalt festzustellen.

Planungen – Untersützer/innen gesucht

Der BUND möchte noch mehr Struktur in das große Gelände bringen, z.B. eine weitere Hecke pflanzen – für dieses Vorhaben suchen wir noch Aktive, die mit Spaten und Hacke dabei helfen wollen. Wir wollen in die Lücken der Obstbaumreihen auch neue Bäume pflanzen. Spender und Spenderinnen dafür sind sehr willkommen. Wenn Sie Interesse haben, ein bisschen Handarbeit an der frischen Luft einzubringen, melden Sie sich bitte im in der BUND-Geschäftsstelle info@bund-kassel.de oder an den Autor: Otto.Loewer@bund.net



Demo zur Weltklimakonferenz in Bonn am 4.11.

Die BUND Kreisgruppe Göttingen organisiert die gemeinsame Busfahrt hin und zurück am
04. November 2017. Tickets gibt es in der Geschäftsstelle des BUND und im Roten Buchladen zu kaufen. (25,-€ normal / 15,-€ ermäßigt) Treffpunkt: pünktlich 6:00 Uhr Fernbusstation ZOB Göttingen Zustieg: Parkplatz Auestadion Kassel 6:45 Uhr

Kontakt: BUND Kreisgruppe Göttingen, Geiststraße 2, 37073 Göttingen, mail@bund-goettingen.de, www.bund-goettingen.de, Telefon: 0551- 56156

 

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