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Kreisverband Kassel

Meldungen

Gemeinsame Erklärung Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, BUND und der Bürgerinitiative zum Erhalt der Lindenbäume an der Heinrich-Heine-Straße

11. März 2019

Die Umweltverbände halten den Widerstand gegen die Baumfällungen an der Heinrich-Heine-Straße auch bezüglich der Kurzfristigkeit für gerechtfertigt. Die Erneuerung der Heinrich-Heine-Straße mit dem verbundenen Rückbau unterstützt die Aktionsgemeinschaft nachdrücklich. Allerdings wäre dies mit einer alternativen Planung auch ohne Baumfällungen möglich. Die ökologische Bedeutung der Bäume ist überdeutlich dargelegt. Wir appellieren an den Magistrat, die Zeit bis zum Oktober 2019 zu nutzen, eine geänderte Planung vorzulegen, die den Erhalt der Lindenallee zum Ziel hat.

Detail

Die Umweltverbände halten den Widerstand gegen die Baumfällungen an der
Heinrich-Heine-Straße auch bezüglich der Kurzfristigkeit für gerechtfertigt.
Die Erneuerung der Heinrich-Heine-Straße mit dem verbundenen Rückbau unterstützt die
Aktionsgemeinschaft nachdrücklich. Allerdings wäre dies mit einer alternativen Planung auch
ohne Baumfällungen möglich. Die ökologische Bedeutung der Bäume ist überdeutlich
dargelegt. Wir appellieren an den Magistrat, die Zeit bis zum Oktober 2019 zu nutzen, eine
geänderte Planung vorzulegen. die den Erhalt der Lindenallee zum Ziel hat. Das Vorgehen der
Schutzgemeinschaft Deutscher Wald war folgerichtig Widerspruch einzulegen.
Zur Kurzfristigkeit der Einwendungen: Die Information über den Naturschutzbeirat an die
dort vertretenen Verbände erfolgte nicht mit einer ausreichenden Genauigkeit. Im Kasseler
Naturschutzbeirat stellte der BUND-Vertreter am 11.09.2018 den Antrag, die untere
Naturschutzbehörde bei gesetzlichen Artenschutzpflichten einzubeziehen. Der Antrag wurde
einstimmig angenommen, aber bei der Heinrich-Heine-Straße nicht befolgt. Auf Grund
dieser Untätigkeit waren die Umweltverbände gezwungen Einspruch einzulegen.


Warum sie dies veranlasst haben und die als Nahrungsquelle für Bienen geeignete
Lindenallee in der Heinrich-Heine-Straße erhalten wollen:
1. Die Zahl der Bienen geht um mehr als 75 % zurück (Krefelder Studie), die Zahl der Vögel
auch um 56 % (ZDF).
2. Die Bundesregierung legt ein 100 - Millionen - Euro „Aktionsprogramm Insektenschutz“
auf. Sie will dabei auch ein Insektenschutzgesetz vorlegen, u.a. mit Änderungen im
Naturschutzrecht, dem widerspricht die Planung an der Heinrich-Heine-Straße.
3. In Bayern läuft ein Volksbegehren zum Artenschutz mit 1,7 Millionen Unterschriften, dort
wurde die Bedeutung erkannt.
4. Der Sommer 2018 war so heiß, dass man einen zweiten nicht haben möchte. Der kommt
aber nach begründeter Erwartung schon 2019. Bäume wirken dem entgegen.
5. Der Friedrichsplatz in Kassel sieht nach der kürzlichen Fällung von 37 Bäumen für lange
Zeit ausgesprochen trostlos aus.
6. Beim Friedrichsplatz wie bei der Lindenallee in der Heine-Straße gab es zunächst die
unrichtige Begründung, die Bäume hätten massive Schäden und keine lange Lebenszeit mehr
vor sich. Von den zwanzig 100jährigen Linden in der Heine-Straße war nie die Rede.
7. Bei der Anhörung nur der Eigentümerschaft in der Heine-Straße waren 13 Personen für
den Erhalt der Allee, nur drei für die Fällung. 4 waren für andere Bäume.
Der Bestandserhalt der Allee ist über 100 000 Euro billiger als die Fällvariante.
8. Die Bürgerinitiative hat inzwischen mehr als 1000 Unterschriften von Personen
gesammelt, die ebenfalls die Lindenallee erhalten wollen. 

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