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Radfahren in Kassel muss sicherer werden: BUND fordert schnelle Beseitigung von Gefahrenstellen

04. Mai 2020 | Mobilität

Der BUND Kassel fordert mehr Tempo bei der Beseitigung von Gefahrenstellen für Radfahrer im Straßennetz der Stadt Kassel. Ein Jahr nach Durchführung des Radentscheids sei viel zu wenig passiert, so der BUND. Nach wie vor stehen Radfahrer sprichwörtlich vor dem Nichts, da Radwege plötzlich enden, ohne dass eine sichere Weiterführung gewährleistet sei.

Detail

Als Beispiel nennt der BUND die Hafenbrücke in Richtung Weserspitze oder Katzensprung. Der Radverkehr wird über die Brücke zusammen mit den Fußgängern geführt – und dann alleine gelassen. Ein Einfädeln in die Ysenburgstraße ist nicht möglich.

Selbst auf Fahrradstraßen wie der Fiedlerstraße gefährden Rechts vor Links Regelungen die Sicherheit der Radfahrer und den Verkehrsfluss.

Die für Radfahrer wichtige Verbindung von Harleshausen/Rothenditmold zum Hauptbahnhof/Innenstadt über die Schillerstraße ist legal nicht nutzbar, da sie als Einbahnstraße ausgewiesen ist. Hier fordert der BUND zwischen Fraunhofer Institut und Tannenstraße ein Fahrverbot für Kraftfahrzeuge und eine Öffnung für Radfahrer in beide Richtungen.

Der BUND unterstützt außerdem die Forderung des Radentscheids zur schnellen Umwandlung von Pkw-Stellplätzen in Ladezonen. In Straßen mit Lieferverkehr könne so der Schutz der Radfahrer deutlich erhöht werden.

Die Beseitigung der Gefahrenstellen für Radfahrer muss von der Stadt Kassel prioritär vorangetrieben werden, so der BUND. Einschränkungen für den Autoverkehr seien unumgänglich und auch für den Klimaschutz notwendig.

BUND fordert schnelle Beseitigung von Gefahrenstellen

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