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PM-BUND weist Sinizin in Instagram entschieden zurück

30. Juni 2026

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Pressemitteilung

BUND Kassel: Persönliche Angriffe ersetzen keine Antworten auf Kritik an der Arena-Erweiterung

Der BUND Kreisverband Kassel weist die persönlichen Angriffe von Paul Sinizin, Geschäftsführer der Probonio Arena und der Kassel Huskies, auf den Umweltverband und dessen Geschäftsführer in einem Instagram-Beitrag vom 9. April entschieden zurück. Dort bezeichnet Sinizin die Positionen des Umweltverbandes als „ideologiegetriebenen Populismus“, behauptet fälschlicherweise, der BUND würde aus Steuergeldern finanziert, und greift den Verband sowie dessen Geschäftsführer persönlich an. Zu einer Klärung sowie einem inhaltlichen Austausch bezüglich der Erweiterung der Eissporthalle hatte der BUND Herrn Sinizin zu einem Gespräch am 24.06.2026 eingeladen. Leider wurde die Einladung zum Dialog nicht angenommen. 

„Wir als Vorstand des BUND Kreisverbandes Kassel weisen diese populistische Polemik gegen den BUND und unseren Geschäftsführer entschieden zurück. Wer anderen Populismus vorwirft, sollte zunächst die offenen Fragen zu seinem eigenen Projekt beantworten. Im gesamten Beitrag findet sich kein einziges Argument zu den Kritikpunkten des BUND. Stattdessen wird versucht, einen unabhängigen Umweltverband und dessen Geschäftsführer persönlich zu diskreditieren“, erklärt Michael Faulhaber vom Vorstand des BUND Kassel. Statt persönlichen Angriffen hat nach Ansicht des BUND die Öffentlichkeit Anspruch auf eine sachliche Debatte über die Arena-Erweiterung.

Der BUND kritisiert die vorliegenden Planungen nicht aus ideologischen Gründen, sondern aufgrund konkreter fachlicher Einwände. Die geplante Bebauung beeinträchtigt eine wichtige Luftleitbahn im Kasseler Becken und verschlechtert den Kaltluftabfluss in Richtung Süd- und Unterneustadt. In Zeiten zunehmender Hitzebelastung und immer häufiger auftretender Extremwetterereignisse ist es aus Sicht des BUND unverantwortlich, klimatisch bedeutsame Freiflächen weiter zu bebauen.

Zudem sollen zahlreiche großkronige Bäume und ökologisch wertvolle Gehölzstrukturen beseitigt werden. Diese leisten einen wichtigen Beitrag zur Kühlung der Stadt und stellen Lebensräume für geschützte Tierarten dar. Ersatzpflanzungen können diese Funktionen über Jahrzehnte hinweg nicht ersetzen.

Besonders kritisch bewertet der BUND das geplante Parkhaus. Während Kassel seine Klimaziele erreichen und den motorisierten Individualverkehr reduzieren muss, soll ein weiteres Großparkhaus zusätzliche Pkw-Verkehre direkt in das ohnehin belastete Kasseler Becken ziehen. Der BUND hält dies für das Gegenteil einer zukunftsfähigen Mobilitätspolitik.

Ebenso fehlen verbindliche Vorgaben für eine klimaneutrale Bauweise und einen klimaneutralen Betrieb der geplanten Anlagen. Gleichzeitig werden Risiken durch Starkregenereignisse und Überflutungen aus Sicht des BUND nicht ausreichend berücksichtigt.

Hinzu kommt die Frage der öffentlichen Finanzierung. Während Klimaschutzmaßnahmen, der öffentliche Nahverkehr, Schulen, Kitas und die Sanierung bestehender Infrastruktur unter Finanzierungsdruck stehen, sollen erhebliche öffentliche Mittel in die Erweiterung einer privat betriebenen Sport- und Eventinfrastruktur fließen.

„Wir diskutieren über Millionenbeträge öffentlicher Gelder. Wir diskutieren über Flächenverbrauch, Verkehr, Klimaanpassung und die Prioritäten der Stadtentwicklung. Das sind legitime politische Fragen von erheblichem öffentlichem Interesse. Wer diese Debatte auf persönliche Angriffe gegen Umweltverbände reduziert, versucht von den eigentlichen Streitpunkten abzulenken. Die eigentliche Frage lautet nicht, was Herr Sinizin vom BUND hält. Die eigentliche Frage lautet, warum die fachliche Kritik an der Arena-Erweiterung nicht beantwortet wird, erklärt Faulhaber und fügt hinzu: „Der BUND wird sich auch künftig kritisch, unabhängig und konstruktiv in die Debatte um die Zukunft der Stadt einbringen.– im Interesse von Natur, Klima und der Kasseler Stadtgesellschaft. Kritische Nachfragen gehören zu einer lebendigen Demokratie.“

Der BUND erinnert zudem daran, dass Personen in Führungspositionen des Sports eine besondere gesellschaftliche Verantwortung tragen. Gerade im Umfeld des Kasseler Eishockeys engagieren sich zahlreiche Kinder, Jugendliche, Familien und Ehrenamtliche. Von Verantwortlichen, die für sich in Anspruch nehmen, den Eishockeystandort Kassel zu repräsentieren, darf erwartet werden, dass sie einen respektvollen Umgang mit Andersdenkenden vorleben und zu einer sachlichen Debattenkultur beitragen.

Kassel, 29-06-2026


BUND Kreisverband Kassel

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