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Energiewende verteidigen - Gaskostenfalle stoppen!

27. April 2026 | Klimawandel

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Großes Kasseler Bündnis demonstrierte heute beim Klimastreik für die Energiewende

Kassel, 24.04.2026. Im Rahmen von bundesweit rund 60 Aktionen gegen die Gaspolitik der Bundesregierung gingen auch in Kassel 2.000 Bürger*innen auf die Straße. Unter dem Motto „Energiewende verteidigen - Gaskostenfalle stoppen“ haben die Teilnehmer*innen ihren Unmut und ihre Kritik an den Plänen der Bundesregierung geäußert, weiter an Öl und Gas festzuhalten und die Energiewende auszubremsen. 

Sie kritisieren, dass CDU-Wirtschaftsministerin Katherina Reiche für die Gaslobby und gegen die Interessen der Menschen arbeite. Mit den von ihr vorangetriebenen Angriffen auf das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) droht der weitere Ausbau von Wind- und Solaranlagen einzubrechen. Außerdem will die Regierung weiter neue Öl- und Gasheizungen erlauben - die geplanten Änderungen im Gebäudeenergiegesetz würden die gesetzlich festgeschriebenen Klimaziele unerreichbar machen und drohen zur Kostenfalle insbesondere für Mieter*innen zu werden. Um unabhängig von teuren und klimaschädlichen fossilen Energien zu werden, drängt das Demo-Bündnis auf eine weiter forcierte Energiewende in Nordhessen.

„Die Attacken auf die Erneuerbaren Energien drohen den Weg Nordhessens zu einer unabhängigen und wirtschaftsstarken Region zu sabotieren.", so Helga Weber von der Bürger Energie Genossenschaft Kassel & Söhre. Der Zubau von Solaranlagen auf Dächern würde sich deutlich verringern; weitere Investitionen in neue Windkraftanlagen durch regionale Stadtwerke und Bürgergenossenschaften wären nicht mehr möglich, weil das finanzielle Risiko extrem zunähme. "Damit würde auch der Erfolgsmotor der Energiewende ausgebremst: die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger", ergänzt Weber.

Die Abschaffung der Erneuerbaren-Regel bei neuen Heizungen bedeutet eine gänzliche Abkehr von den Klimaschutzzielen. Dabei kritisiert Harald Kühlborn, der Vorsitzende des Mieterbundes Nordhessen, dass "der Ersatz von alten Öl- und Gasheizungen ohne Vorgaben zur CO2-Reduktion nicht nur eine Katastrophe für den Klimaschutz ist, sondern die Mehrkosten auf die Mieterinnen und Mieter abwälzt. Statt Energiekosten einzusparen, werden die Nebenkosten explodieren.“

„Die Bundesregierung ignoriert den Ernst der Lage mit der Ölpreiskrise. Die Kriege im Iran, im Libanon und in der Ukraine betreffen uns alle. Wir müssen uns unabhängig machen von Öl und Gas. Alles andere vergrößert nur unsere Verletzbarkeit durch skrupellose Autokraten wie Trump und Putin“, ist das Bündnis überzeugt. "Langfristig sicher und bezahlbar wird unsere Energieversorgung nur mit Erneuerbaren." Deren Ausbau müsse schnell und umfangreich vorangebracht werden.

Unsere Region Nordhessen hat das Potenzial, mehr Energie aus Sonne und Wind zu ernten, als für einen Umstieg auf eine CO2-freie Gesellschaft nötig ist. Alexander Basse als Mitglied des Kasseler Klimaschutzrats betont: „Wir haben den Plan für ein klimaneutrales Kassel - aber mit diesen Attacken der Bundesregierung wäre auch das Ziel der Stadt Kassel, so schnell wie möglich klimaneutral zu werden, nicht mehr erreichbar."

Mit dem Klimastreik wird deutlich, dass viele Menschen aus Nordhessen über die lobbygesteuerte Politik der Bundesregierung wütend sind, die nur den Milliarden-Profiten der Öl- und Gasindustrie dient. Swetlana von Hindte von Klimagerechtigkeit Kassel stellt klar: "Wir brauchen günstige Energie aus Sonne und Wind für Alle statt Profite für Wenige!"

Der Kasseler Klimastreik wurde von einem großen Bündnis aus den lokalen Gruppen von Students for Future, Scientists for Future, Fridays for Future, Parents for Future, Greenpeace, BUND, sowie Klimagerechtigkeit Kassel, der BürgerEnergie Kassel & Söhre, SoLocal Energy, dem AStA der Universität Kassel und dem Mieterbund Nordhessen getragen.

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