Detail
BUND hält an seiner Kritik fest - nicht jede Umweltschädigung kann gerichtlich unterbunden werden
Der BUND Kassel hält den geplanten Bau der 2. Eissporthalle und des Parkhauses nach wie vor für umwelt- und klimaschädlich. Durch die Fällung der Bäume auf dem bisherigen Parkplatz wird die sommerliche Wärmebelastung im Gebiet die Wohnbevölkerung zunehmend belasten. Auch der Luftaustausch in der Südstadt wird stark beeinträchtigt werden. Die Planer hatten nicht berücksichtigt, dass neben der Eissporthalle weitere Baumaßnahmen wie ein Hochhaus vorgesehen sind. Mit den Bäumen werden auch Lebens- und Nisträume für Vögel und Fledermäuse verschwinden. Das Parkhaus wird klimafreundliche Alternativen wie Kombitickets und Park- and Ride Parkplätze in der Region ausbremsen. Die Eissporthalle wird trotz aller grünen Kosmetik stark klimaschädlich sein, beim Bau und im Betrieb. Und zu guter Letzt werden die 20 Millionen Zuschuss aus dem Sondervermögen für Klimaschutzmaßnahmen in der Stadt fehlen.
Die negative Klimabilanz und die Verschlechterung der lokalen Verhältnisse haben nach anwaltlicher Prüfung eine zu geringe Aussicht auf einen gerichtlichen Fällstopp. Ohne Bäume und mit der Errichtung der 2. Eissporthalle und des Parkhauses wäre ein Sieg nach vielen Jahren im Hauptsacheverfahren vor Gericht nur ein Pyrrhussieg. Schweren Herzens hat sich der BUND Kassel gegen eine Klage entschieden.